Sonntag, 21. Dezember 2014

Wintersonnenwende

Heute ist Wintersonnenwende. Die Sonne scheint wieder länger. Dieses Datum war für unsere Vorfahren von essentieller Bedeutung. Ihr Überleben hing vom Sonnenlicht noch viel mehr ab, als wir es uns heute in Zeiten von elektrischem Kunstlicht vorstellen können.
Früher, zu Zeiten des Julianischen Kalenders, fiel die Wintersonnenwende mit Weihnachten zusammen (25. Dezember). Da wir heute den Gregorianischen Kalender verwenden, findet sie nun am 21./22. statt.
Der Tag war spätestens ab 354 n.Chr. bei den heidnischen Römern der Tag des "Sol invictus", also der Tag des unbesiegbaren Sonnengottes.
Bei den Germanen wurde das Julfest gefeiert. Wie alt die Jul-Bräuche sind, wie sie praktiziert wurden und ob sie alle aus heidnischer Zeit stammen, ist nicht ganz gesichert. Heute jedoch feiern viele Neoheiden die Sonnenwende und bedienen sich dabei nicht immer ganz authentischer Traditionen.
Im Anschluss an das Julfest (25. Dezember) beginnen die 12 Rauhnächte, die mit dem Epiphanias-Tag (6. Januar) ihr Ende finden. In diesen Tagen findet nach Vorstellung der Germanen auch Wodans Wilde Jagd statt.

Samstag, 6. Dezember 2014

Nikolaus oder Weihnachtsmann

Heute ist Nikolaustag. Wer brav war, dessen Stiefel wurden letzte Nacht gefüllt. Meist jedoch befindet sich darin ein Schokoladen-Weihnachtsmann und kein authentischer Nikolaus. Unterscheiden lassen sie sich recht einfach: Der echte trägt auf dem Kopf eine Mitra und hält in den Händen einen Krummstab und ein Buch mit drei goldenen Kugeln. Mittlerweile stellen auch einige Firmen den traditionellen Nikolaus aus Schokolade her. Die Figur des Weihnachtsmannes mit Zipfelmütze, die eigentlich einem niederländischen Weihnachtsbrauch entsprungen ist, hat Coca-Cola ab 1931 als Werbefigur gebraucht und damit weltweit verbreitet.
Der Nikolaus kommt normalerweise in Begleitung eines strafenden oder dämonischen Wesens, das eine Rute besitzt. In manchen Gegenden nennt es sich Knecht Ruprecht, anderswo ist es der Belzenickel oder Krampus. Beim Weihnachtsmann hingegen werden die Eigenschaften des Nikolaus nach niederländischer Tradition (Sinterklaas) und von Knecht Ruprecht vereint, d.h. er schenkt und straft.

Der echte Nikolaus



Dienstag, 11. November 2014

Sankt Martin

Heute ist Martinstag, in vielen Gegenden wird heute dem heiligen Martin von Tours gedacht. Er wurde für sein vorbildliches Leben heiliggesprochen. Besonders bekannt ist die Geschichte, in der er seinen Mantel im Winter mit einem fast unbekleideten Mann geteilt hat.
Zu diesem Anlass finden Martinsumzüge statt und im Anschluss mancherorts noch das Martinssingen.
Außerdem wird heute die Fasnachtszeit (Karneval, Fasching) eröffnet (die eigentlich erst am Dreikönigstag richtig beginnt). Heute kann noch alles aufgegessen werden, das in der vorweihnachtlichen 40-tägigen Fastenzeit dem Fastengebot unterliegt, damit es in der Zeit nicht schlecht wird (z.B. die Martinsgans).
Auch geht das bäuerliche Jahr heute zuende. An diesem Tag mussten die Bauern früher ihre Pacht abliefern.

Ein typischer Umzug mit Laternen, Fackeln, Martinsbrezeln und Martinsfeuer.

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http://www.brauchwiki.de/Martinstag
http://www.heiligenlexikon.de/Biographie…n_von_Tours.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Martinstag
http://de.wikipedia.org/wiki/Martinssingen
http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/m/martinsfasten/

Samstag, 25. Oktober 2014

Utilitarismus und Moral

Utilitarismus ist das Prinzip, das das größtmögliche Maß an Glück für eine größtmögliche Anzahl an Personen zur Moral erhebt. Das klingt zunächst gut. Es bringt jedoch einige Probleme mit sich, denn es steht in Konflikt zur Moral, wie sie beispielsweise das Christentum versteht und wie sie Kant in seinem Kategorischen Imperativ formuliert hat.

Ein konsequenter Utilitarist würde einen gesunden Menschen opfern, um mit seinen Organen mehrere Menschen glücklich zu machen. Gleichermaßen lässt sich damit die Todesstrafe rechtfertigen. Es kommt ihm also nicht darauf an, wie das Ziel erreicht wird, solange am Ende mehr Leute glücklich sind als vorher. Die Goldene Regel der Ethik gilt ihm nichts.

Siehe auch: http://laengstenacht.blogspot.com/2014/04/humesches-gesetz-die-sein-sollen.html

Samstag, 12. Juli 2014

Die Lettow-Vorbeck-Allee

Verehrter Leser, sagt Ihnen der Name Paul Emil von Lettow-Vorbeck etwas? Er ist ein Held der Kolonialzeit und war Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika. Deshalb wurden nach ihm Kasernen und Straßen benannt. Heute, rund hundert Jahre später, fällt gewissen Politikern auf, dass es in Kriegszeiten auch Opfer gab und der Herr von Lettow-Vorbeck nicht mehr dem politisch korrekten Zeitgeist entspricht. Also beschloss der überwiegend rot-grüne Rat in Hannover, die Lettow-Vorbeck-Allee gegen den Widerstand der Bewohner umzubenennen. Der neue Name lautet: Namibia-Allee.
Ähnliches ist bereits im Frühjahr 2010 geschehen, als man in Saarlautern die Von-Lettow-Vorbeck-Straße in Walter-Bloch-Straße und Hubert-Schreiner-Straße umbenannte.




http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Lettow-Vorbeck-Allee-hat-einen-neuen-Namen
http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/dillingen/Lettow-Vorbeck-Strasse-Umbenennung;art2809,3279852

Samstag, 5. Juli 2014

Browsersicherheit

Ein Rechner mit Internetzugang ist prinzipiell ein Sicherheitsrisiko. Um die Gefahren, denen man beim Surfen ausgesetzt ist, zu reduzieren, empfiehlt es sich, einen abgesicherten Browser zu verwenden. Hier einige Empfehlungen:

Browser
  • SRWare Iron: "Der Browser der Zukunft - basierend auf dem freien Quelltext "Chromium" - ohne Bedenken beim Datenschutz und der Sicherheit"
  • Comodo Dragon"Ein Internet-Browser auf Google-Chrome-Basis, der mit allerlei Sicherheits-Mechanismen ausgestattet ist."
  • Tor Browser: "The Tor software protects you by bouncing your communications around a distributed network of relays run by volunteers all around the world: it prevents somebody watching your Internet connection from learning what sites you visit, it prevents the sites you visit from learning your physical location, and it lets you access sites which are blocked."
  • BitBox (Browser in the Box): "Bestmöglich vor den Gefahren im Internet schützen, die gewohnte Funktionalität nur wenig einschränken und dabei keine hohen Kosten verursachen – das waren die Anforderungen an die Entwicklung von BitBox. Das Gesamtprojekt umfasst ein Konzept und einen Prototyp – eine sichere Umgebung für das Internetsurfen."
  • Aviator: "Aviator ist der sicherste Browser der Welt. Das behauptet zumindest Hersteller WhiteHat Security."
Erweiterungen
Im besten Fall verwendet man auch einen residenten Virenscanner, der den Browser ständig überwacht. Kostenlos gibts das zum Beispiel bei Avast, das auch eine Erweiterung installiert, die die Reputation von Websites anzeigt. Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) wie etwa Perfect Privacy kann die Sicherheit ebenfalls erhöhen. Wer dabei allerdings ausreichende Geschwindigkeit und Anonymität möchte, muss meistens etwas bezahlen.
Hier gibt es noch einige Hintergrundinformationen zum Thema: BSI, Verbraucher sicher online

Samstag, 28. Juni 2014

Der Goldene Schnitt

"Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.
Denn du bist immer imstande, deine große Macht zu entfalten."
(Weish 11,20-21 EU)
Hat Schönheit Regeln?


Mathematik und Kirchenbau - Goldener Schnitt und Heiliger Geist - Über die "Heilige Geometrie" in sakralen Räumen

Samstag, 21. Juni 2014

Sommersonnenwende

Heute ist Sommersonnenwende, der längste Tag im Jahr. Am 24. Juni, das ist 3 Monate nach Mariae Verkündigung und 6 Monate vor Weihnachten, ist Johannistag. In der Nacht zum Johannistag wird traditionell ein Johannisfeuer entzündet. Auch zur Sonnenwende selbst sind Feuer üblich. Der Johannistag ist eng mit der Sonnenwende verbunden, da die Sonnenwende nach antikem Datum zwischen dem 22. und 24. Juni stattfand (eben zum Johannistag).
Jetzt steht man als traditionsbewusster Mensch vor einem Dilemma: Zündet man das Feuer zur tatsächlichen Sonnenwende an, oder zur Johannisnacht, an beiden Tagen oder lässt man es, um die Götter auf jeden Fall zufriedenzustellen, 4 Tage lang durchbrennen?

Honig

Honig ist ein Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt. Er kann als Alternative zum Industriezucker als Süßungsmittel verwendet werden. Als gesund gilt er deshalb, weil er bestimmte Inhaltsstoffe hat, die reinem Zucker fehlen. Dazu zählen unter anderem:

  • Aminosäuren
  • Eiweiße
  • Enzyme
  • Spuren von Mineralstoffen
  • Vitamine
  • Zink
  • Eisen
  • Kupfer
Nicht vergessen sollte man jedoch, dass Honig auch etwa zu 70-80 % aus Zucker besteht. Er beinhaltet hauptsächlich Fructose und Glucose, in geringeren Mengen Saccharose und Dextrine. Der Rest besteht aus ca. 20 % Wasser. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich teilweise stark, je nach Herkunft des Honigs. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung haben die verschiedenen Honigsorten auch einen unterschiedlichen glykämischen Index, der den von Industriezucker sogar übersteigen kann. Waldhonig hat beispielsweise wegen seines hohen Gehalts an Melezitose (besteht aus Saccharose und Glucose) einen besonders hohen GI. Lindenblütenhonig dagegen einen besonders niedrigen.
Interessant ist allerdings, dass nach dem hohen Anstieg von Blutzucker und Insulin durch Waldhonig kein so massives Abfallen der Blutzucker- und Insulinkonzentration im Blut folgt, wie es beim weniger glykämischen Lindenblütenhonig geschieht. Das bedeutet, dass Honig eine geringere Insulinausschüttung verursachen kann, auch wenn er auf dem glykämischen Index über Zucker steht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Honig eine Mischung aus Zuckern und etwas gesundem Beiwerk ist, die unter Umständen sogar eine Entstehung von Diabetes Typ 2 nicht ganz in dem Maße fördert, wie normaler Haushaltszucker (Saccharose). Nichtsdestotrotz zeitigt ein hoher Konsum von Honig ähnlich fatale Folgen für Blutzucker, Insulin und Organe, die auch bei reinem Zucker drohen.



Quellen:
1. Brockhaus 2010
2. Peak: Mythos vom natürlichen Süßungswunder

Samstag, 14. Juni 2014

Der Kampf gegen den Tabak

Tabakkonsum ist seit ein paar Jahren in unserer Medienlandschaft überwiegend verpönt. Mittlerweile weiß auch so gut wie jeder, dass Rauchen dem Menschen schweren Schaden zufügen kann. Aufklärung in dieser Hinsicht ist natürlich wichtig. Seit einiger Zeit wird die Werbung für Tabakprodukte stark eingeschränkt und ist nur noch selten erlaubt. Kürzlich wurde sogar Marlboros Werbekampagne "Don't be a maybe" gerichtlich verboten. Gerade dadurch landete diese Kampagne allerdings in allen möglichen Medien und dürfte für Marlboro sogar ein Gewinn sein. Die Begründung liest sich allerdings sehr seltsam:

"Das Landratsamt München hat dem Zigarettenkonzern Phillip Morris seine aktuelle bundesweite Marlboro-Werbung verboten. Sie sei besonders geeignet, Jugendliche oder Heranwachsende zum Rauchen zu veranlassen, erklärte die Behörde. Die schon seit 2011 laufende "Maybe"-Kampagne von Marlboro mit "jugendlich bzw. heranwachsend aussehenden Personen in alterstypischen Situationen" und der Aussagen "Don't be a maybe - be Marlboro!" spreche Jugendliche und Heranwachsende als Zielgruppe an. Sie suggeriere, die Zigarette mache aus einem Zauderer (Maybe) in einen Macher (Be)."

Da fragt man sich doch, ob das Gericht auch jeden beliebigen anderen guten Werbespruch verurteilt hätte. Die Begründung, dass die Werbung besonders Jugendliche anspricht, könnte man überall verwenden. Es klingt so, als dürfen Zigarettenmarken jetzt überhaupt keine effiziente Werbung mehr machen. Dann wäre ein generelles Rauchverbot doch ehrlicher, denn dieser Gedanke steckt ja vermutlich dahinter.
Selbst Schokozigaretten sollten mal - allerdings durch einen Zufall - verboten werden. Außerdem wurde geplant, Mentholzigaretten zu verbieten, weil diese das Rauchen besonders angenehm machen. Die abschreckenden Sprüche auf den Zigarettenpackungen werden wohl demnächst auch noch durch ekelerregende Bilder ergänzt. Alles in allem gibt sich der Staat offenbar Mühe, das Rauchen zu vernichten, ohne es wie bei der Prohibition offiziell zu verbieten.

Die Idee dahinter, für die Gesundheit der Bürger zu sorgen, mag ja eine positive sein. Aber es stellt sich trotzdem die Frage, ob es Aufgabe des Staates ist, die Leute vor sich selbst zu schützen, indem er sie bevormundet. Das könnte nämlich der erste Schritt zu einer Gesellschaft sein, in der man kriminell ist, wenn man zu wenig Sport treibt.

Samstag, 7. Juni 2014

Xylitol / Birkenzucker / E 967

Xylitol ist ein Süßungsmittel, das bisher noch keine so große Verbreitung gefunden hat. Entdeckt wurde der Stoff von dem Nobelpreisträger Emil Fischer, dem Begründer der organischen Chemie.
Grundlage für Xylitol sind Pflanzenstoffe, die Xylan (Holzgummi) beinhalten (wie Birkenrinde oder Maiskolben). Zur industriellen Herstellung werden beispielsweise Maiskolbenreste und Holzabfälle aus der Papierindustrie verwendet. Das Holz wird zerkleinert, mit Wasser vermischt und durch Reinigung und Filterung bleibt schließlich das Xylitol übrig.
Xylitol wird bereits in einigen Produkten wie Süßigkeiten, Kaugummis, Schokolade und Bonbons verwendet.

Eigenschaften:


  • Die Süßkraft entspricht etwa der von Zucker.
  • Im Gegensatz zu vielen anderen Süßstoffen schmeckt es wirklich nach Zucker und hat keinen unangenehmen Nachgeschmack.
  • 40 % weniger Kalorien als Zucker (240 kcal / 100 g), daher begrenzt für Diäten geeignet
  • Kann pur zur Zahnpflege benutzt werden (Zähne damit spülen)
  • Keine Beeinträchtigung der Darmbakterien (im Gegensatz zu Zucker)
  • Ist für Diabetiker geeignet, weil Blutzucker und Insulinspiegel nur geringfügig und zeitverzögert beeinflusst werden (insulinunabhängige Verstoffwechselung).
  • Verhindert Karies, hungert die Streptococcus-mutans-Bakterien aus
  • Hemmt Säurebildung, Zahnstein und Zahnbelag im Mund
  • Wirkt sich positiv auf die Zahnfleischgesundheit aus
  • Erleichtert die Calcium-Aufnahme im Darm, da Xylitol im Darm leicht resorbierbare Komplexe mit Calcium bildet (vorbeugend gegen Osteoporose)
  • Hat pur einen leicht kühlenden Effekt im Mund (ähnlich wie Eisbonbons, aber nicht unbedingt so stark)
  • Regt die Produktion von Speichel an (ermöglicht Remineralisierung von Zahnschmelz)
  • Erhöht den pH-Wert im Mund
  • Verhindert Bildung von Plaque
  • Schmelzpunkt 94 °C (bei Zucker ist es 186 °C)
  • Hemmt Entwicklung von Ohrentzündungen
  • Regt die Verdauung an
  • Regt Aktivität der weißen Blutkörperchen an (Stärkung des Immunsystems)
  • Hitzestabil, also zum Backen und Kochen geeignet. Rezepte lassen sich auch wegen des gleichen Verhältnisses von Volumen und Süßkraft 1:1 umsetzen.

  • Teurer als normaler Zucker, weil die Herstellung aufwendig ist und der Stoff noch nicht in großem Maßstab vermarktet wurde.
  • In Internet-Läden erhältlich, aber im Supermarkt meistens nicht.
  • Kann bei der ersten Einnahme unter Umständen ab einer gewissen Menge zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall führen
  • Ist nicht für Personen mit Fructose-Intoleranz geeignet. Bei Fruktosemalabsorption kann es zu Unverträglichkeiten führen.
  • Ist für viele Tiere nicht geeignet, da diese durch eine starke Insulinausschüttung extremen Blutzuckermangel bekommen können (u.U. tödlich). Ihr Stoffwechsel ist im Gegensatz zu einem menschlichen nicht in der Lage, Xylitol abzubauen. Betroffen sind davon u.a. Hunde, Kaninchen, Ziegen, Rinder. Katzen jedoch sollen es angeblich vertragen.
  • Ist für Kleinkinder und Kinder geeignet, aber nicht für Säuglinge und Babys.
  • Kann evtl. bei Diabetikern nach jahrelangem Gebrauch zur Unverträglichkeit im Darm führen
  • Ist nicht für Hefeteig geeignet
  • Eignet sich schlecht zum Karamellisieren, da es erst ab 200 °C karamellisiert (oberhalb des Schmelzpunktes). Zucker hingegen karamellisiert schon ab 140 °C (unterhalb des Schmelzpunktes).


Quellen:
Natur & Heilen 12/2013
http://de.wikipedia.org/wiki/Xylitol
http://fddb.info
http://www.tagesspiegel.de/wissen/zucker…et/7528450.html

Samstag, 24. Mai 2014

Schulsystem - immer mehr, immer schneller lernen

Hier ein Brief über Schulzeitverkürzung und damit verbundene Probleme:
"Warum müssen Fünftklässler sonntags büffeln statt Freunde zu treffen? Weshalb dieser Unsinn? Henning Sußebach versucht, es seiner Tochter in einem Brief zu erklären."

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8

Samstag, 17. Mai 2014

Europäische Gene aus der Zeit vor der Landwirtschaft

In Nordspanien, in einer Höhle bei Léon im kantabrischen Gebirge, hat man im Jahr 2006 7000 Jahre alte Knochen gefunden. Nun hat man eine Genanalyse durchgeführt. Diese ergab, dass es sich um einen Menschen mit blauen Augen und dunkler Haut handelte. Die Gruppe, mit der er verwandt ist, war in ganz Europa bis zum Baikalsee in Russland verbreitet. Entsprechende Funde von kulturellen Gegenständen stützen diese Theorie. Der Genpool des Menschen könnte heute noch in Nordeuropäern überlebt haben.

Es wird nun angenommen, dass einige Europäer zu dieser Zeit noch nicht überall hellhäutig waren und dass die Mutation, die zur Aufhellung der Augen führte, schon vor der Entwicklung einer hellen Hautfarbe stattgefunden hat.

Durch die Analyse hat man nun das erste vollständige Genom eines Europäers aus der Zeit vor der Einführung der Landwirtschaft in der Hand. Es handelt sich also um reine Jäger. Sie haben weder Milch noch Feldfrüchte vertragen, waren also lactoseintolerant und konnten Stärke nicht verdauen, wie die Genanalyse ergab. Erst durch Einführung der Landwirtschaft entstanden die Anpassungen an die neue Nahrung, wodurch Getreide- und Milchprodukte verdaubar wurden. Das wurde natürlich dann zu einem großen evolutionären Vorteil, weil auch in harten Zeiten mehr Nahrung zur Verfügung stand und man sich vielseitiger ernähren konnte.

http://www.welt.de/wissenschaft/evolutio…laue-Augen.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc…n-a-945594.html
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17133-2014-01-27.html

Samstag, 10. Mai 2014

Die Deutsche Welle auf dem Weg zur Ebbe

Die Deutsche Welle ist der offizielle staatliche Auslandsrundfunk Deutschlands. Man konnte sie über Mittel- und Kurzwellenempfänger in vielen Ländern der Welt empfangen. Im Jahre 2011 wurde jedoch die Ausstrahlung über Radio eingestellt. Das Angebot beschränkt sich seitdem auf das Internet und Fernsehsendungen. Das ist bedauerlich, denn es gibt immer noch viele Leute, die sehr gerne Radio hören. Manche haben auch gar keinen Zugang zu moderneren Medien. Und wenn ich mir vorstelle, auf einer Expedition im tiefsten Busch zu sein, wäre es sicher angenehm, dort mit einem Weltempfänger heimische Klänge vernehmen zu können. Das mit den heimischen Klängen scheint aber auch bald ein Ende zu haben. Der Sender stellt jetzt sein zentrales Angebot auf Englisch um! [1] Der Kundenservice begründet diesen Schritt damit, dass sie konkurrenzfähig bei der Zielgruppe bleiben wollen, die aus globalen Entscheidern und Teilnehmern der politischen Meinungsbildung bestehe. Und diese Personen sprächen nun mal untereinander Englisch. Was noch deutsch bleibt, sind die Deutsch-Kurse und einige Dokumentationen, die von ARD und ZDF übernommen werden.

Es ist schade um einen der letzten verbliebenen seriösen Informationssender.



[1] „Deutsche“ Welle: „Englisch wird zentrales Angebot“, Deutsche Sprachwelt, Nr. 55 (2014), S. 2

Samstag, 3. Mai 2014

Einmal Mars ohne Rückfahrkarte

Der niederländische Unternehmer Bas Lansdorp will mit der Stiftung "Mars One" ab 2024 vierzig Menschen auf den Mars schießen, die dort eine Kolonie gründen sollen. Rückfahrt gibt es keine, weil das zu teuer wäre. Aus diesem Projekt soll eine Reality Show à la Big Brother werden. Über 200 000 Leute haben sich freiwillig für diesen Irrsinn gemeldet.

Falls die Menschen dort tatsächlich ankommen und eine Basis errichten, darf man gespannt sein, wie lange sie dort durchhalten. Vermutlich werden auch später noch Versorgungsschiffe hochgeschickt. Aber die psychische Belastung, ein Leben lang in einer Marsstation eingesperrt zu sein, dürfte enorm sein.

Samstag, 26. April 2014

Die grausamen dänischen Delfinjäger

Vorab eine kleine Warnung: Achtung, das ist kein Thema für sensible Gemüter.

In letzter Zeit tauchen vermehrt Texte im Internet auf, in denen den Dänen unterstellt wird, "Calderon-Delfine" auf blutrünstige Weise zu erlegen. Die Welle dieser Briefe begann wohl etwa im Jahr 2008 oder 2009. Seitdem tauchen sie auf verschiedenen Webseiten mit teilweise unterschiedlichen Formulierungen auf. Das Verschicken von Links zu Texten dieser Art ist in den Kontaktnetzwerken im Internet recht beliebt, obwohl es nicht sonderlich gut geeignet ist, seriöse Anliegen durchzusetzen. Die Emotionen der Leser sollen mit besonders dramatischen Bildern angeregt werden.

Nun aber zu den Tatsachen: Die kritisierten Leute sind keine Dänen. Es sind Färinger. Die Färöer-Inseln gehören zwar zur Dänischen Krone, sind aber ein gutes Stück weit weg von Dänemark und werden autonom verwaltet. Die Einwohner sprechen auch nicht primär Dänisch, sondern Färingisch, was näher mit Isländisch und Norwegisch verwandt ist.

Die Tiere, die gejagt werden, sind Grindwale und werden auch Pilotwale genannt. Dabei handelt es sich zwar wirklich um eine Delfinart, aber der Name Calderon-Delfin ist vermutlich frei erfunden. Die Suche nach diesen Calderons in einer Suchmaschine bringt nämlich hauptsächlich die besagten Anklageschriften hervor.

Die spezielle Jagd auf Grindwale nennt sich bei den Bewohnern der Inseln Grindadráp. Sie wird traditionell seit der Wikingerzeit praktiziert. Ohne sie wären mit Sicherheit in der Vergangenheit viele Färinger dem Hungertod anheimgefallen. Mit einem Initiationsritual für Jugendliche, wie es in diesen Briefen behauptet wird, hat die Jagd nichts zu tun.

Dass die Jagdmethoden besonders grausam wären, ist ebenfalls nicht zutreffend. Behauptet wird, dass die Tiere unter Qualen langsam verbluten. In Wahrheit wird aber ein spezielles Grindwalmesser verwendet, um unnötige Qualen zu vermeiden. Damit wird die Hauptblutzufuhr zum Gehirn und das zentrale Nervensystem durchschnitten. Daraufhin verliert das Tier innert kürzester Zeit das Bewusstsein. Im Vergleich mit den Methoden der Fleischindustrie oder der übrigen Fischerei kann man das wohl kaum als besonders inhuman bezeichnen.
Die Bilder wirken besonders dramatisch dadurch, dass sich das Blut durch die Strömung im Wasser verteilt und die nähere Umgebung rot färbt. An Land würde man nur einen kleinen Flecken sehen, was weitaus weniger medienwirksam wäre.

Weiter wird behauptet, dass die Tiere vom Aussterben bedroht seien. Auch das ist nicht zutreffend. In Wirklichkeit kommen sie im Nordatlantik häufig vor.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Briefe von einem Staat ausgehen, der aktiv Walfang betreibt und die Aufmerksamkeit von sich ablenken will.

Man kann natürlich grundsätzlich gegen Jagd, Fischfang und Fleischkonsum sein. Das ist ein Thema für sich. Aber wenn man das alles kritisieren möchte, dann sollte man es auf seriöse Weise und vor allem im richtigen Verhältnis tun. Kettenbrief-Aktionen mit derartigen Inhalten sind keine sinnvolle Beschäftigung. Sie führen Mitmenschen in die Irre, schockieren unnötigerweise und schädigen nur die eigene Glaubwürdigkeit.



Hoax-Info - Kettenbrief: Schande über Dänemark: http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/daenemark.shtml
http://www.mimikama.at/allgemein/aufklru…en-farr-inseln/
http://www.whaling.fo/Files/Billeder/wha…T_WORD_2003.doc
http://forum.faroe-islands.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1324

Kettenbriefe: http://news-hound.org/please-keep-this-g…ound-the-world/
http://snopes.com/photos/hunting/dolphinhunt.asp

Mittwoch, 23. April 2014

Max Planck

Anlässlich des heutigen Geburtstages von Max Planck:
„Für die Religion steht Gott am Anfang, für die Naturwissenschaft am Ende allen Denkens.“ (Max Planck) 
 

Sonntag, 20. April 2014

Ostern

Frohe Ostern!

„Die Auferstehung Christi“ von Paolo Veronese (1528 - 1588)



„Den Sieger über Tod und Sünde zeigt Paolo Veroneses in "Die Auferstehung Christi". Geblendet fallen die Wächter zu Boden. Der segnende Christus hat den Blick gen Himmel gerichtet, wo er zur Rechten Gottes thronen wird.“
http://abcphil.phil-splitter.com/html/auferstehung.html

Samstag, 19. April 2014

Genmais

Gentechnik hat einen schlechten Ruf. Vor allem weil man nicht so genau weiß, welche Folgen sie haben wird. Pflanzen werden genetisch manipuliert, um resistenter gegen Schädlinge, Krankheiten und Witterungseinflüsse zu werden. Zusätzlich sollen sie noch mehr Ertrag bringen. Wenn das alles ohne unerwünschte Nebenwirkungen funktionieren würde, wäre es ein großer Fortschritt und könnte dabei helfen, das Welthungerproblem zu lösen. Vielleicht ist es ja irgendwann mal so weit, dass man sich mit einem kleinen Garten schon vollkommen selbst versorgen kann, wenn man neuartiges Saatgut verwendet.

Derzeit hat die Forschung aber noch mit Problemen zu kämpfen. Der Genmais 1507 von der Firma Dupont Pioneer produziert durch die genetische Veränderung einen Stoff, der ihn gegen bestimmte Schädlinge und das Herbizid Phosphinothricin resistent machen soll. In Puerto Rico wurden jedoch mittlerweile bestimmte Schädlinge gegen die Genmanipulation resistent und konnten so die Maisernte stark schädigen, weil aufgrund der Versprechungen keine Insektizide verwendet wurden. Ein weiteres Problem ist die Abhängigkeit der Bauern von den Gentechnik-Konzernen. Ursprüngliche Pflanzensorten verschwinden nach und nach, wenn sie keiner mehr anbaut und überleben höchstens noch bei einzelnen Bio-Bauern, in Laboratorien oder im Svalbard Global Seed Vault, dem Saatgut-Tresor auf Spitzbergen.

Samstag, 12. April 2014

Upspeak

Uptalk oder Upspeak ist eine Sprechweise, bei der die Stimme am Ende von Sätzen nach oben geht, auch wenn es sich nicht um Fragesätze handelt. In bestimmten Gebieten der Vereinigten Staaten ist dieses Verhalten speziell unter Mädchen Usus geworden. Normalerweise verbindet man mit einer derartigen Intonation eine gewisse Unsicherheit oder Hilfsbedürftigkeit des Sprechers. Tatsächlich wird sie dazu verwendet, um genau diesen Anschein zu erwecken, auch wenn er nicht der Realität entspricht. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, den Beschützerinstinkt anzusprechen. Ansonsten ist aber aus rhetorischer Sicht davon abzuraten.