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Samstag, 10. Mai 2014

Die Deutsche Welle auf dem Weg zur Ebbe

Die Deutsche Welle ist der offizielle staatliche Auslandsrundfunk Deutschlands. Man konnte sie über Mittel- und Kurzwellenempfänger in vielen Ländern der Welt empfangen. Im Jahre 2011 wurde jedoch die Ausstrahlung über Radio eingestellt. Das Angebot beschränkt sich seitdem auf das Internet und Fernsehsendungen. Das ist bedauerlich, denn es gibt immer noch viele Leute, die sehr gerne Radio hören. Manche haben auch gar keinen Zugang zu moderneren Medien. Und wenn ich mir vorstelle, auf einer Expedition im tiefsten Busch zu sein, wäre es sicher angenehm, dort mit einem Weltempfänger heimische Klänge vernehmen zu können. Das mit den heimischen Klängen scheint aber auch bald ein Ende zu haben. Der Sender stellt jetzt sein zentrales Angebot auf Englisch um! [1] Der Kundenservice begründet diesen Schritt damit, dass sie konkurrenzfähig bei der Zielgruppe bleiben wollen, die aus globalen Entscheidern und Teilnehmern der politischen Meinungsbildung bestehe. Und diese Personen sprächen nun mal untereinander Englisch. Was noch deutsch bleibt, sind die Deutsch-Kurse und einige Dokumentationen, die von ARD und ZDF übernommen werden.

Es ist schade um einen der letzten verbliebenen seriösen Informationssender.



[1] „Deutsche“ Welle: „Englisch wird zentrales Angebot“, Deutsche Sprachwelt, Nr. 55 (2014), S. 2

Samstag, 12. April 2014

Upspeak

Uptalk oder Upspeak ist eine Sprechweise, bei der die Stimme am Ende von Sätzen nach oben geht, auch wenn es sich nicht um Fragesätze handelt. In bestimmten Gebieten der Vereinigten Staaten ist dieses Verhalten speziell unter Mädchen Usus geworden. Normalerweise verbindet man mit einer derartigen Intonation eine gewisse Unsicherheit oder Hilfsbedürftigkeit des Sprechers. Tatsächlich wird sie dazu verwendet, um genau diesen Anschein zu erwecken, auch wenn er nicht der Realität entspricht. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, den Beschützerinstinkt anzusprechen. Ansonsten ist aber aus rhetorischer Sicht davon abzuraten.