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Samstag, 12. Juli 2014

Die Lettow-Vorbeck-Allee

Verehrter Leser, sagt Ihnen der Name Paul Emil von Lettow-Vorbeck etwas? Er ist ein Held der Kolonialzeit und war Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika. Deshalb wurden nach ihm Kasernen und Straßen benannt. Heute, rund hundert Jahre später, fällt gewissen Politikern auf, dass es in Kriegszeiten auch Opfer gab und der Herr von Lettow-Vorbeck nicht mehr dem politisch korrekten Zeitgeist entspricht. Also beschloss der überwiegend rot-grüne Rat in Hannover, die Lettow-Vorbeck-Allee gegen den Widerstand der Bewohner umzubenennen. Der neue Name lautet: Namibia-Allee.
Ähnliches ist bereits im Frühjahr 2010 geschehen, als man in Saarlautern die Von-Lettow-Vorbeck-Straße in Walter-Bloch-Straße und Hubert-Schreiner-Straße umbenannte.




http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Lettow-Vorbeck-Allee-hat-einen-neuen-Namen
http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/dillingen/Lettow-Vorbeck-Strasse-Umbenennung;art2809,3279852

Samstag, 14. Juni 2014

Der Kampf gegen den Tabak

Tabakkonsum ist seit ein paar Jahren in unserer Medienlandschaft überwiegend verpönt. Mittlerweile weiß auch so gut wie jeder, dass Rauchen dem Menschen schweren Schaden zufügen kann. Aufklärung in dieser Hinsicht ist natürlich wichtig. Seit einiger Zeit wird die Werbung für Tabakprodukte stark eingeschränkt und ist nur noch selten erlaubt. Kürzlich wurde sogar Marlboros Werbekampagne "Don't be a maybe" gerichtlich verboten. Gerade dadurch landete diese Kampagne allerdings in allen möglichen Medien und dürfte für Marlboro sogar ein Gewinn sein. Die Begründung liest sich allerdings sehr seltsam:

"Das Landratsamt München hat dem Zigarettenkonzern Phillip Morris seine aktuelle bundesweite Marlboro-Werbung verboten. Sie sei besonders geeignet, Jugendliche oder Heranwachsende zum Rauchen zu veranlassen, erklärte die Behörde. Die schon seit 2011 laufende "Maybe"-Kampagne von Marlboro mit "jugendlich bzw. heranwachsend aussehenden Personen in alterstypischen Situationen" und der Aussagen "Don't be a maybe - be Marlboro!" spreche Jugendliche und Heranwachsende als Zielgruppe an. Sie suggeriere, die Zigarette mache aus einem Zauderer (Maybe) in einen Macher (Be)."

Da fragt man sich doch, ob das Gericht auch jeden beliebigen anderen guten Werbespruch verurteilt hätte. Die Begründung, dass die Werbung besonders Jugendliche anspricht, könnte man überall verwenden. Es klingt so, als dürfen Zigarettenmarken jetzt überhaupt keine effiziente Werbung mehr machen. Dann wäre ein generelles Rauchverbot doch ehrlicher, denn dieser Gedanke steckt ja vermutlich dahinter.
Selbst Schokozigaretten sollten mal - allerdings durch einen Zufall - verboten werden. Außerdem wurde geplant, Mentholzigaretten zu verbieten, weil diese das Rauchen besonders angenehm machen. Die abschreckenden Sprüche auf den Zigarettenpackungen werden wohl demnächst auch noch durch ekelerregende Bilder ergänzt. Alles in allem gibt sich der Staat offenbar Mühe, das Rauchen zu vernichten, ohne es wie bei der Prohibition offiziell zu verbieten.

Die Idee dahinter, für die Gesundheit der Bürger zu sorgen, mag ja eine positive sein. Aber es stellt sich trotzdem die Frage, ob es Aufgabe des Staates ist, die Leute vor sich selbst zu schützen, indem er sie bevormundet. Das könnte nämlich der erste Schritt zu einer Gesellschaft sein, in der man kriminell ist, wenn man zu wenig Sport treibt.

Samstag, 24. Mai 2014

Schulsystem - immer mehr, immer schneller lernen

Hier ein Brief über Schulzeitverkürzung und damit verbundene Probleme:
"Warum müssen Fünftklässler sonntags büffeln statt Freunde zu treffen? Weshalb dieser Unsinn? Henning Sußebach versucht, es seiner Tochter in einem Brief zu erklären."

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8

Samstag, 26. April 2014

Die grausamen dänischen Delfinjäger

Vorab eine kleine Warnung: Achtung, das ist kein Thema für sensible Gemüter.

In letzter Zeit tauchen vermehrt Texte im Internet auf, in denen den Dänen unterstellt wird, "Calderon-Delfine" auf blutrünstige Weise zu erlegen. Die Welle dieser Briefe begann wohl etwa im Jahr 2008 oder 2009. Seitdem tauchen sie auf verschiedenen Webseiten mit teilweise unterschiedlichen Formulierungen auf. Das Verschicken von Links zu Texten dieser Art ist in den Kontaktnetzwerken im Internet recht beliebt, obwohl es nicht sonderlich gut geeignet ist, seriöse Anliegen durchzusetzen. Die Emotionen der Leser sollen mit besonders dramatischen Bildern angeregt werden.

Nun aber zu den Tatsachen: Die kritisierten Leute sind keine Dänen. Es sind Färinger. Die Färöer-Inseln gehören zwar zur Dänischen Krone, sind aber ein gutes Stück weit weg von Dänemark und werden autonom verwaltet. Die Einwohner sprechen auch nicht primär Dänisch, sondern Färingisch, was näher mit Isländisch und Norwegisch verwandt ist.

Die Tiere, die gejagt werden, sind Grindwale und werden auch Pilotwale genannt. Dabei handelt es sich zwar wirklich um eine Delfinart, aber der Name Calderon-Delfin ist vermutlich frei erfunden. Die Suche nach diesen Calderons in einer Suchmaschine bringt nämlich hauptsächlich die besagten Anklageschriften hervor.

Die spezielle Jagd auf Grindwale nennt sich bei den Bewohnern der Inseln Grindadráp. Sie wird traditionell seit der Wikingerzeit praktiziert. Ohne sie wären mit Sicherheit in der Vergangenheit viele Färinger dem Hungertod anheimgefallen. Mit einem Initiationsritual für Jugendliche, wie es in diesen Briefen behauptet wird, hat die Jagd nichts zu tun.

Dass die Jagdmethoden besonders grausam wären, ist ebenfalls nicht zutreffend. Behauptet wird, dass die Tiere unter Qualen langsam verbluten. In Wahrheit wird aber ein spezielles Grindwalmesser verwendet, um unnötige Qualen zu vermeiden. Damit wird die Hauptblutzufuhr zum Gehirn und das zentrale Nervensystem durchschnitten. Daraufhin verliert das Tier innert kürzester Zeit das Bewusstsein. Im Vergleich mit den Methoden der Fleischindustrie oder der übrigen Fischerei kann man das wohl kaum als besonders inhuman bezeichnen.
Die Bilder wirken besonders dramatisch dadurch, dass sich das Blut durch die Strömung im Wasser verteilt und die nähere Umgebung rot färbt. An Land würde man nur einen kleinen Flecken sehen, was weitaus weniger medienwirksam wäre.

Weiter wird behauptet, dass die Tiere vom Aussterben bedroht seien. Auch das ist nicht zutreffend. In Wirklichkeit kommen sie im Nordatlantik häufig vor.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Briefe von einem Staat ausgehen, der aktiv Walfang betreibt und die Aufmerksamkeit von sich ablenken will.

Man kann natürlich grundsätzlich gegen Jagd, Fischfang und Fleischkonsum sein. Das ist ein Thema für sich. Aber wenn man das alles kritisieren möchte, dann sollte man es auf seriöse Weise und vor allem im richtigen Verhältnis tun. Kettenbrief-Aktionen mit derartigen Inhalten sind keine sinnvolle Beschäftigung. Sie führen Mitmenschen in die Irre, schockieren unnötigerweise und schädigen nur die eigene Glaubwürdigkeit.



Hoax-Info - Kettenbrief: Schande über Dänemark: http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/daenemark.shtml
http://www.mimikama.at/allgemein/aufklru…en-farr-inseln/
http://www.whaling.fo/Files/Billeder/wha…T_WORD_2003.doc
http://forum.faroe-islands.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1324

Kettenbriefe: http://news-hound.org/please-keep-this-g…ound-the-world/
http://snopes.com/photos/hunting/dolphinhunt.asp

Samstag, 19. April 2014

Genmais

Gentechnik hat einen schlechten Ruf. Vor allem weil man nicht so genau weiß, welche Folgen sie haben wird. Pflanzen werden genetisch manipuliert, um resistenter gegen Schädlinge, Krankheiten und Witterungseinflüsse zu werden. Zusätzlich sollen sie noch mehr Ertrag bringen. Wenn das alles ohne unerwünschte Nebenwirkungen funktionieren würde, wäre es ein großer Fortschritt und könnte dabei helfen, das Welthungerproblem zu lösen. Vielleicht ist es ja irgendwann mal so weit, dass man sich mit einem kleinen Garten schon vollkommen selbst versorgen kann, wenn man neuartiges Saatgut verwendet.

Derzeit hat die Forschung aber noch mit Problemen zu kämpfen. Der Genmais 1507 von der Firma Dupont Pioneer produziert durch die genetische Veränderung einen Stoff, der ihn gegen bestimmte Schädlinge und das Herbizid Phosphinothricin resistent machen soll. In Puerto Rico wurden jedoch mittlerweile bestimmte Schädlinge gegen die Genmanipulation resistent und konnten so die Maisernte stark schädigen, weil aufgrund der Versprechungen keine Insektizide verwendet wurden. Ein weiteres Problem ist die Abhängigkeit der Bauern von den Gentechnik-Konzernen. Ursprüngliche Pflanzensorten verschwinden nach und nach, wenn sie keiner mehr anbaut und überleben höchstens noch bei einzelnen Bio-Bauern, in Laboratorien oder im Svalbard Global Seed Vault, dem Saatgut-Tresor auf Spitzbergen.

Mittwoch, 19. März 2014

Volksentscheide und die direkte Demokratie

Das Thema Volksentscheide war kürzlich bei der Entscheidung der Schweizer für eine Zuwanderungsbeschränkung aktuell. Auch auf der Krim wird von Russland eine Voksabstimmung über die russische Annexion vorbereitet.

Volksentscheide erscheinen als Mittel, den wahren Willen des Volkes politisch durchzusetzen. Warum basiert unsere Demokratie dann nicht auf ihnen? Weil die Mächtigen das Volk unterdrücken wollen? Ist die Sache so einfach?

Die Gründer der Bundesrepublik Deutschland hatten die Möglichkeit, eine direkte Demokratie als Herrschaftsform zu etablieren. Sie haben sich aufgrund schlechter Erfahrungen (Beispiel Weimarer Republik) bewusst dagegen entschieden. In einer direkten Demokratie werden die Entscheidungen über Volksentscheide getroffen. Das sieht auf den ersten Blick so aus, als wäre das die demokratischste aller Möglichkeiten. Es hat jedoch schwerwiegende Nachteile.

Volksentscheide brauchen viel Zeit. Ein Staat, der darauf basiert, ist schwerfällig und braucht zu lange, um Entscheidungen zu treffen. Häufig muss so schnell gehandelt werden, dass das einfach nicht mehr möglich ist. Je größer das Land, je mehr Einwohner es hat, desto teurer und schwieriger wird es.

Ein weiteres Argument gegen Volksentscheide ist, dass es dadurch antidemokratischen Gruppen oder Diktatoren ermöglicht wird, an die Macht zu kommen. Die direkte Demokratie ist also nicht wehrhaft. Dazu ein Zitat:

"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahm zu legen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freikarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren."
("Völkischer Beobachter" vom 30. April 1928, Joseph Goebbels)

Ein Volksentscheid ist direkt von der aktuellen Stimmung in der Bevölkerung abhängig. Das ist eine große Gefahr, weil die Entscheidungen dadurch von aktuellen Medienberichten beeinflusst werden. Wenn jedoch gewählte Vertreter die Entscheidungen treffen, kann sichergestellt werden, dass dies unter sorgfältiger Abwägung und Beteiligung von Fachleuten und Experten geschieht.

Direkte Demokratie und Volksentscheide können in manchen Fällen sinnvoll sein. Die Schwerfälligkeit der direkten Demokratie ließe sich möglicherweise durch EDV-Lösungen reduzieren. Häufig geht es in der Politik aber um Entscheidungen, die viel Fachwissen erfordern, das der Mehrheit der Wähler abgeht. In diesen Fällen erscheint es wenig ratsam, Menschen bedeutende Entscheidungen treffen zu lassen, deren Auswirkungen sie noch gar nicht überblicken.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Originalität, Kreativität und deren Ostkopie

Dass fortschrittliche Technik gerne in China auseinandergenommen, mit billigsten Methoden nachgebaut und dann wieder für wenig Geld auf den Markt geworfen wird, ist ja den meisten bekannt. Das gilt nicht nur für Technik, sondern beispielsweise auch für kulturelle Errungenschaften aus Architektur und Kunst. Gerade das Kopieren von Kunstgegenständen hat dort eine eigene Tradition. [1] Kopien von technischen Geräten und anderen Gegenständen aus China und Hongkong verursachen in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Schaden von jährlich etwa 30 Milliarden Euro. [2]
Woran liegt das? Seit die Welt stärker vernetzt ist und kultureller Austausch stattfindet, bemühen sich unterentwickelte Länder, von den reichen Ländern zu profitieren. Jedes Land, nicht nur die armen Länder, möchte auch mit Hilfe besserer Technik Missstände beheben und wirtschaftlich erfolgreicher werden. Wenn es an Innovationen mangelt, gibt es die Möglichkeit, kreative Menschen aus fremden Ländern zu importieren, die einem auf die Sprünge helfen. Eine andere Option ist es, Industriespionage zu betreiben und somit auf weniger moralischem Weg an technologisches Wissen zu gelangen. Derartige Methoden sind weltweit verbreitet. Im westlichen Kulturkreis (europäisch geprägte Länder, d.h. Europa, Nordamerika, Australien) jedoch wird das als Diebstahl von Ideen angesehen. Das Stichwort ist Geistiges Eigentum. Urheberrecht, Copyright, Patent- und Markenschutz verhindern eine unkontrollierte Verbreitung von unterschiedlichen Werken. In China gibt es de facto keine vergleichbaren Einschränkungen oder Gesetze, die auch in angemessenem Maße durchgesetzt würden. Dementsprechend wird in unvorstellbaren Ausmaßen kopiert, nachgebaut, imitiert und plagiiert. Nicht nur Elektrogeräte, Computerteile, Hygieneprodukte, Fernsehsendungen, Spiele, Kleider oder Medikamente; ganze Firmen mit Fabriken, Forschungsabteilungen, Verkaufsnetzwerk und Büros werden nachgebaut. [3] Ortschaften leben von der Produktpiraterie. Und weil sie mit aller Gewalt den Preis niedrig halten müssen, um wirtschaftlich gegen die wahren Schöpfer anzukommen, sind die Produkte meist minderwertig und geben nach kurzer Zeit den Geist auf, oder führen im Falle von Lebensmitteln und Medikamenten zu ernsthaften bis tödlichen Gesundheitsschäden. [2]

Chinesische Unternehmen:
  • Nur 0,03 Prozent verfügen über eigene Technologie/Urheberrechte
  • 99 Prozent haben nie Patente beantragt
  • Knapp zwei Drittel haben kein eingetragenes Markenzeichen
(Pekinger Behörde zum Schutz des Geistigen Eigentums) [3]

Ein Grund dafür ist: In der chinesischen Gesellschaft gibt es keine besonders ausgeprägte Wertschätzung für ein Original, wie wir es verstehen. Es wird nicht in bedeutendem Ausmaß von Fälschungen und Plagiaten unterschieden. Im Gegenteil, Kopieren gilt in China als eigene Kunst und Zeichen der Wertschätzung und Huldigung für den kopierten Gegenstand. [1] Auch wenn die chinesische Regierung die Produktpiraterie offiziell nicht gutheißt, wird nichts ernsthaft dagegen unternommen. Also wird die Welt weiterhin mit Schrott überflutet. Die geplante Obsoleszenz tut dann noch ihr Übriges, wobei sie in den meisten Fällen vermutlich gar nicht notwendig ist, da die Geräte ganz von alleine sehr rasch verschleißen.

Die andere Seite der Medaille: Ein Original entsteht selten aus dem Nichts. Es baut immer auch auf dem Wissen von anderen auf. Ein Erfinder benutzt Methoden und Technik, die von anderen erfunden wurden und setzt sie neu zusammen. Wenn es jedem freisteht, die Werke anderer zu vervielfältigen, dann vermehren sich natürlich die Möglichkeiten. Manche sind der Meinung, dass das zu einer beschleunigten Entwicklung der Technologie führen würde und damit allen geholfen wäre. Aber wie wir gezeigt haben, ist das nur die halbe Wahrheit. Neben den oben genannten Folgen würde das nämlich auch dazu führen, dass der Anreiz, etwas neues und besseres zu erschaffen, geringer wird. Alle schauen nur noch, was die Nachbarn machen und imitieren es, aber verbessern es nicht. Die Konsequenz ist völlige Kreativlosigkeit, die durch eine bestimmte Form der Erziehung noch gefördert wird.

Das Fazit fällt moderat aus: Es muss ein Mittelmaß gefunden werden. Die Menschen brauchen die Möglichkeit, vom Wissen und den Erfindungen ihrer Vorgänger zu profitieren. Das Rad soll ja nicht zweimal erfunden werden müssen. Aber das grenzenlose Verbreiten und die Legitimierung von Fälschungen und Plagiaten zerstört Kreativität und verhindert Innovationen. Eine schöpferische Tätigkeit muss gewürdigt und mehr anerkannt werden, als ein bloßes Kopieren.

Beispiel: Herr Räuber nimmt ein Buch von Dr. Schneider, tauscht die Namen der Personen darin und den Titel aus und ändert den Umschlag. Dann verkauft er das Buch billiger. Er hat ja auch kaum Arbeit gehabt, also kann er sich das leisten. Dr. Schneider ist darüber wenig erfreut. Die Gewinne aus seiner Arbeit kommen nämlich nicht bei ihm an. Auch die Anerkennung für sein Werk geht nun zum Teil an einen anderen. Wenn Räuber das Buch von Dr. Schneider als Grundlage für ein eigenes Buch verwendet hätte, wäre das ein völlig anderer Fall. Dr. Schneider erhält die Anerkennung für sein Werk. Räuber war schöpferisch tätig und hat der Menschheit etwas neues gebracht, indem er auf vorhandenem Wissen aufgebaut hat. Dabei kann er auch Zitate verwenden, die ihm Stoff liefern, den er verarbeiten muss. Dieser Umgang mit Originalen ist in den meisten Ländern legal.
Fehlt jedoch ein solcher kreativer Prozess, findet keine Innovation statt und es handelt sich um eine Fälschung oder ein Plagiat, die nicht öffentlich verkauft werden dürfen. Der einzige Vorteil, den ein Plagiat haben kann, ist der niedrige Preis. Ärmere Leute (die es in China zuhauf gibt) können sich damit vielleicht Fälschungen von Schuhen der Marke Adolf Dasslers oder seines Bruders leisten. Aber dass billig nicht gleich preiswert bedeutet, ist offensichtlich. Die Passform ist orthopädisch bedenklich, Feuchtigkeit vom Boden kommt bald ungehindert in den Schuh, Sohlen sind schnell durchgelaufen oder brechen vom Schuh ab, das Gummi wird brüchig und enthält giftige Chemikalien, die Senkel reißen. Insofern ist der Preis meist kein wirklicher Vorteil. Wer jedoch kaum Geld hat, kann sich das nicht aussuchen. Die Verbreitung der Fälschungen löst dieses Problem allerdings auch nicht.

Eine moralische Grauzone sind Kopien, die als solche gekennzeichnet oder erkenntlich sind. Die Frage lautet: Darf man ohne Einwilligung des Urhebers ein Gerät oder ein Buch 1:1 kopieren und vermarkten, wenn man es als Kopie kennzeichnet? Nach deutschem Recht ist auch das nicht erlaubt, weil damit der Schöpfer seines geistigen Eigentums beraubt und gegen das Urheber- oder Patentrecht verstoßen wird. Dennoch ist das ein Punkt, über den es sich nachzudenken lohnt, da durch eine Erlaubnis der Verbreitung von Kopien beispielsweise die Verfügbarkeit von Wissen für alle erhöht werden könnte. Nur: Darf man das über den Kopf des Urhebers hinweg entscheiden?


Quellen und weiterführende Seiten:
1. Das Geschäft mit der Fälschung - Fälschungen aus China
2. Welt der Wunder - Gefährliche Plagiate
3. Urheberrechte in China - Im Schattenreich der Mitte
WISO - Wie Chinesen fälschen, nachbauen und kopieren
Wirtschaftswoche: Zoll beschlagnahmt immer mehr Fälschungen

Mittwoch, 27. Februar 2013

Wo Politik und Spiele kollidieren

In der Süddeutschen erschien ein Artikel von einem Pascal Paukner, der folgenden Titel trägt: "Sexismus in Videospielen - Wo Feminismus als "Terrorismus" gilt". Was meint er mit den Anführungszeichen? Gilt Feminismus in diesem Satz als Terrorismus, oder nicht? Oder wen zitiert er? Schreiben das die Spieler?
"Die Videospielbranche wäre gerne eine der modernsten Industrien der Welt. In ihren Spielen konserviert sie aber ein Frauenbild aus vergangenen Jahrhunderten. Wer daran etwas ändern will, stößt auf den erbitterten Widerstand organisierter Gamer. Manche drohen sogar mit Vergewaltigung und Mord."
Mit dieser Pauschalisierung sind die Spieleentwickler gemeint. Wer das im einzelnen ist, bleibt unklar. Hier wird behauptet, dass in Spielen ein überholtes Frauenbild konserviert wird. Und sofort wird emotionalisiert. Es fallen Reizworte wie Vergewaltigung und Mord. Man findet im Internet zu jedem beliebigen Thema emotionale Diskussionen, in denen einzelne Personen ihre Contenance nicht wahren konnten und ausfallend oder bewusst beleidigend wurden. Das ist allgemein bekannt, aber wird hier genutzt, um den Leser gegen diese angeblich organisierte Gruppe von Gamern aufzuhetzen. Ich vermute, dass Paukner sich diese Gruppe aus den Fingern gesogen hat, um ein Feindbild zu haben. Eine Verschwörung.
"Fast könnte man den Eindruck gewinnen, alles wäre in bester Ordnung: Auch Frauen spielen inzwischen Computerspiele. 10,8 Millionen sollen es laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung in Deutschland sein. Das entspricht einem Frauenanteil von 44 Prozent."
Seiner Meinung nach besteht also die beste Ordnung darin, dass Frauen alles genau so wie Männer machen. Ob sie wollen oder nicht!
Was aus seinen Zahlen nicht deutlich wird, ist die Tatsache, dass Frauen größtenteils einen etwas anderen Geschmack haben, was Spiele betrifft. Sie spielen typischerweise keine Egoshooter, keine Wettbewerbsspiele, in denen es Sieg oder Niederlage gibt, sondern Spiele, die Kommunikation, Fantasy, Romantik und Zwischenmenschliches beinhalten. Auch Casual-Games und Browser-Games sind bei vielen beliebt und alles was man so nebenbei mal spielen kann. Bei Strategiespielen tendieren sie eindeutig mehr zu den Siedlern, als beispielsweise zu dem eher taktisch anspruchsvollen Command & Conquer.
"Fünf solcher typischen Rollenbilder, in die Frauen von Computerspiele-Entwicklern immer wieder gezwängt werden, hatte Sarkeesian vorab identifiziert. Frauen als sexy Handlagerinnen [sic!] oder Schurkinnen, Frauen in der Rolle des kämpfenden Sexobjekts, Frauen als Hintergrunddekoration und Frauen als jungfräuliches Wesen. In den Videos wollte sie aufklären und erklären, warum solche Darstellungen ein Problem sind und welche Klischees sie befördern."
Spieleentwickler drängen Frauen in Rollen? Völliger Unsinn. Genau so wenig drängen sie Männer in Rollen. Ein Entwickler erschafft Phantasiewelten, in denen sich der Spieler wohlfühlen soll. Denn wenn sich Spieler wohlfühlen, kaufen sie Spiele. Bei männlichen Spielfiguren lassen sich ebenfalls solche wiederkehrenden Rollenbilder feststellen, aber naturgemäß mit anderer Betonung.
Wir haben gezeigt, dass Frauen andere Spiele bevorzugen. Ebenso haben Männer ihre Präferenzen. Diese sind biologisch bedingt, wie Harald Eia es in seiner Reportage "Das Gleichstellungsparadox" dargelegt hat. Es ist nicht primär die Gesellschaft, die uns ihre Rollen aufzwingt. Es sind die Menschen, die auf ihrer biologischen Grundlage handeln und die Gesellschaft prägen. Bestimmte Stereotypen werden von bestimmten Zielgruppen innerhalb der Computerspieler bevorzugt. Deshalb existieren sie. Jeder Film lebt von Stereotypen, oder aber dem bewussten Bruch mit Stereotypen, der ein interessantes Element darstellen kann, aber nur wenn Stereotypen auch existieren. Menschen wie Paukner und Personen die Ideologien wie Gender Mainstreaming vertreten, sehen aber nicht die Interessen der Spieler, sondern wittern Diskriminierung durch die Spieleentwickler.
"Als hätte Sarkeesian noch eine Bestätigung für ihre These gebraucht, dass die Videospielwelt noch immer eine männerdominierte ist, krochen plötzlich aus allen möglichen Ecken des Internets diejenigen, die genau diese alte Welt erhalten wollen. Was auf ihrer Webseite, auf YouTube und in Foren zu Tage trat, war kein lächerlicher Shitstorm, sondern Hass. Hunderte sexistische, rassistische und antisemitische Kommentare liefen auf. Auf ihre Website wurden DDos-Attacken gefahren. Ihr Wikipedia-Eintrag wurde mit Pornobildern und Verleumdungen verunstaltet, ihr YouTube-Kanal als "Terrorismus" gemeldet. Schließlich wurde ihr mit Vergewaltigung und Mord gedroht. Screenshots der Angriffe wurden in Gaming-Foren veröffentlicht und wie Trophäen herumgereicht. Was Sarkeesian traf, war nicht der Hass einzelner Verwirrter, sondern koordinierte Attacken aus Teilen der Gaming-Szene."
Männer dominieren also die Videospielwelt und unterdrücken Frauen. Ja, das Patriarchat eben, das überall lauert. Dieser Absatz ist gefüllt mit irrationaler Stimmungsmache. Es werden Internet-Trolle, die aus der Anonymität heraus Blödsinn machen, mit seriösen Kritikern in einen Topf geworfen. Der Leser soll den Unterschied nicht mehr erkennen und sich auf die Seite der Möchtegern-Weltverbesserer schlagen.
"Das ist kein Einzelfall. Als kürzlich auf einer der größten Computerspielmessen der Welt, der E3 in Los Angeles, die schwarze Schauspielerin Aisha Tyler für den Spielehersteller Ubisoft auf einer Pressekonferenz auftrat, dauerte es nur Sekunden, bis sich in den Gaming-Foren Hass breit machte. "Das kommt davon, wenn die Industrie von Juden und Linken infiziert wird, die dann 'Diversität' und 'Fortschritt' bringen. Lasst sie nicht unsere Spiele töten!", war zu lesen. Nur weil da jemand auf der Bühne stand, der nicht in das Bild des weißen, männlichen Computerspielers passen wollte."
In Gaming-Foren schreiben also hasserfüllte Rechtsradikale, die Schwarze nicht von Juden unterscheiden können. So ist das also.
Wer sich gegen Diversität richtet, ist nicht der Spieler oder der Entwickler. Spieler wollen nicht immer das gleiche vorgesetzt kriegen, sie wollen Abwechslung. Und Entwickler wollen das, was der Spieler will. Aber manche sind eben gegenüber dieser Freiheit intolerant und wollen genau vorschreiben, wie ein Spiel auszusehen hat.
 Dieser ganze Artikel vermittelt eine Botschaft: Es muss gesellschaftlicher Druck auf Spieleentwickler ausgeübt werden, damit weibliche Spielfiguren männliche Rollen einnehmen. In der Praxis sehen solche Bemühungen meist so aus, dass Frauen in allen Belangen über die Männer gestellt und bevorzugt werden (siehe Frauenquote). Und alle, die das nicht gut finden, sind hasserfüllte Rechtsradikale. Diese einseitige Bevorzugung (auch positive Diskriminierung genannt) wird dann so verkauft, als wäre sie nur ein Ausgleich für sonstige Benachteiligungen. Die aber sind wiederum größtenteils der Phantasie oder Vergangenheit entsprungen. Da stellt sich doch glatt die Frage, wer hier tatsächlich nach veralteten Mustern denkt.

Die zweite Seite des Artikels beginnt schon mit einer Überschrift, die sich gewaschen hat: "Manifest gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus"
Das Manifest kennen wir ja schon von Marx und Engels. Damit wird auch schon klar, wes Geistes Kind der Autor ist.
"Man könnte es sich leicht machen und die Angreifer als typischen Bodensatz des Internets relativieren - und damit akzeptieren. Das hieße aber, die Computerspielhersteller zu früh aus ihrer Verantwortung zu entlassen."
Klar, wer sich gegen erzwungene feministische Gleichmacherei und Bevormundung stellt, ist Bodensatz des Internets. Und die Hersteller der Spiele sind in der Verantwortung, diese Ideologie den Spielern schmackhaft zu machen. Ob sie wollen, oder nicht!
"Wer sich 2012 noch immer nicht zu schade ist, neue Games mit halbnackten Messehostessen anzupreisen, wer noch immer wie in "Hitman: Absolution" Computerspiele entwickelt, in denen ein einziger Mann acht schwer bewaffnete Latex-Killer-Nonnen tötet, und wer Lara Croft, die Protagonistin einer der bekanntesten Videospielserien der Welt, zwar entsexualisiert, sie aber gleichzeitig nur knapp einer Vergewaltigung entgehen lässt, der scheint kein großes Interesse an einem modernen Frauenbild zu haben."
Da scheint sich eine neue Welle der Prüderie anzubahnen. Mag ja sein, dass Paukner und seinen Gesinnungsgenossen die Ästhetik des menschlichen oder speziell des weiblichen Körpers zuwider ist, aber das gilt eben für die meisten Menschen nicht.
Hitman ist natürlich ein Paradebeispiel für ein regelrechtes Killerspiel. Dass in einem Trailer zu so einem Spiel Gewaltszenen vorkommen, ist zu erwarten. Dabei kommt der Held des Spiels selbstverständlich sehr gut weg. Es geht ja um den Werbe-Effekt. Woran sich der Autor hier stört, ist die Tatsache, dass Frauen hier auch mal als Gewaltopfer dargestellt werden. Dabei berücksichtigt er nicht, dass Männer nicht nur in Computerspielen und Filmen, sondern auch in der Realität ein vielfach höheres Risiko tragen, Opfer von Gewalttaten jeder Art zu werden. Diese Darstellung im Trailer von Hitman Absolution ist also eher eine absolute Ausnahme. Aber man muss dazusagen, dass diese Frauen trotz ihrer Kleidung in ihrer Vorgehensweise ein sehr maskulines Auftreten haben und in der Geschichte des Spiels nicht die Opfer sind, sondern Aggressoren.
Was will uns der Autor aber mit seiner Vorstellung eines neuen Frauenbilds sagen? Offenbar etwas anderes als das hier:


"Warum aber ist es, wie es ist? Mathias Fuchs ist Medientheoretiker an den Universitäten in Potsdam und Manchester und hat eine einfache Erklärung für das Phänomen: "Die Branche ist noch immer sehr männerdominiert. Die Entscheidungsträger sind quasi zu 95 Prozent Männer", sagt der Wissenschaftler."
Warum ist es, wie es ist? Manchmal sind einfache Erklärungen eben nicht ausreichend. Warum gibt es unter den Spieleentwicklern und Programmierern so viele Männer? Lässt man Frauen nicht an den Code ran? Nein, jeder kann mit Materialien aus dem Internet oder einem guten Buch programmieren lernen. So etwas wie eine Gläserne Decke existiert nicht. Es gibt nur eine einzige Voraussetzung: Wirkliches Interesse! Und genau daran scheitert es häufig.
"Noch wesentlicher sei aber, dass die meisten Programmierer zwischen 18 und 28 Jahre alt seien. Die Fähigkeit, zu hinterfragen, welche Stereotype sie reproduzierten, sei oft nur eingeschränkt vorhanden."
Nun gut, im Laufe des Lebens können sich besonders bei wankelmütigen oder ganz besonders offenen Menschen Interessen und Ansichten ändern, das muss auch nichts negatives sein, aber 27-jährigen Männern pauschal die Fähigkeit abzusprechen, zu wissen was sie tun, ist doch sehr anmaßend. Wie alt wird wohl Herr Paukner selbst sein, dass er die Situation so trefflich beobachten kann?
Wenn man diese Art von Diskussionskultur beim Studium von Politik- und Kommunikationswissenschaft erlernt, dann sollte man noch einmal ernsthaft darüber nachdenken, was man mit dieser Zeit hätte besseres anfangen können. Vielleicht ein gutes Spiel spielen.
"Bewegungs-, Musik- und Tanzspiele haben dazu beigetragen, dass heute fast die Hälfte der Spielerinnen weiblich ist. Ebenso der Popularitätszuwachs von Browsergames, gefördert durch den Boom des Social Webs. Das sind aber häufig Spiele, die ohne besonders ausgeprägte Story auskommen, weil sie zum Zeitvertreib für zwischendurch oder als Gemeinschaftserlebnis mit Freunden gedacht sind."
Die Hälfte der Spielerinnen ist weiblich? Das stimmt nicht. Alle Spielerinnen sind weiblich. Aber nicht alle Spieler. Und genau die oben aufgezählten Genres sind es eben, die weibliche Spieler normalerweise bevorzugen. Niemand zwingt sie. Es macht ihnen einfach Spaß!
"Viele männliche Gamer lehnen einen solch dumpfen Sexismus inzwischen ab."
Dumpfen Sexismus lehnen wohl die allermeisten ab. Ich habe aber die begründete Befürchtung, dass der Verfasser überall dort Sexismus wittert, wo es klar erkennbar ist, wer eine Frau und wer ein Mann ist.
"Im vergangenen Dezember stellten Computerspielerinnen ein sehenswertes Manifest auf YouTube, in dem sie ihre männlichen Mitspieler auffordern, sie nicht wie den letzten Dreck zu behandeln. Ihr Appell: "Sei nicht rassistisch. Sei nicht homophob. Sei nicht sexistisch"."
Das lustigste daran ist der Youtubename dieser Computerspielerinnen: SexyNerdGirlPresents


Die inhaltliche Weiterentwicklung von Computerspielen in allen Ehren. Es ist auch schön und gut, wenn sich Entwickler finden, die Frauen als Zielgruppe mehr ansprechen, als es bisher der Fall war. Aber deshalb Spiele zu verdammen, die sich durch ihr Konzept explizit an männliche Spieler richten, die ja immer noch die Mehrheit darstellen, ist grober Unfug.

Links

Dienstag, 26. Februar 2013

Die Feministinnen von Himmelsrand

Das Spiel The Elder Scrolls V: Skyrim handelt in einer Phantasiewelt. Was den Stand der Technik und die kulturellen Umstände betrifft, handelt es sich um eine mittelalterliche Gesellschaft. Es gibt verschiedene Rassen, wie man sie aus The Elder Scrolls kennt. In Skyrim scheinen sämtliche Berufe eine Frauenquote eingeführt zu haben. Es gibt insgesamt zur Zeit die Tendenz, die Inhalte von Computerspielen durch politische Ideologien (z.B. Gender Mainstreaming) zu beeinflussen, anstatt die Inhalte nach den Bedürfnissen der Spieler auszuwählen. Diese Einflussnahme geschieht häufig indirekt und durch vorauseilenden Gehorsam. Ich kann mich nicht erinnern, von Frauen aus Oblivion Sprüche wie diese gehört zu haben:
  • Ich hoffe, Ihr seht mich so an, weil Ihr etwas kaufen wollt. (Impliziert anzügliche Blicke)
  • Svana Fern-Schild: Also sitze ich hier fest, während diese Schweine, die sie Kunden nennt, mich begrabschen und die widerlichsten Dinge zu mir sagen.
Olfina Grau-Mähne: Ich weiß, als Frau hat man es in Himmelsrand
nicht immer leicht. Aber bleibt stark, dann werden Euch die Männer
allmählich respektieren und vielleicht sogar fürchten.
Katla: Mein Mann kümmert sich um die Arbeit drinnen.
Ist auch besser so ... hier draußen würde er sich nur verletzen.
Snilling (Katlas gebrochener Mann): Meine Brüder wären entsetzt,
würden sie sehen, dass eine Frau ihren Mann übertrifft
- ich jedoch nicht. Ohne Katla würde hier nichts laufen.
Selten in der wirklichen Welt: Ein weiblicher Bergarbeiter.
Genauer gesagt, die Chefin einer Mine. Sie hat von ihren
Bergmännern keine hohe Meinung. Tatsächlich sind bei
ihr 2 Bergmänner und 2 Bergfrauen angestellt.
Olfina: Es gibt nichts, was ein Mann tun kann, was ich nicht besser könnte,
ob es nun um das Servieren von Getränken oder das Erschlagen von Trollen geht.
Ein Recke wird von seiner Schildmaid erschlagen.
Der Barde wird für diese unrealistische Ballade
durch die Macht der Magie bestraft.