Samstag, 25. Oktober 2014

Utilitarismus und Moral

Utilitarismus ist das Prinzip, das das größtmögliche Maß an Glück für eine größtmögliche Anzahl an Personen zur Moral erhebt. Das klingt zunächst gut. Es bringt jedoch einige Probleme mit sich, denn es steht in Konflikt zur Moral, wie sie beispielsweise das Christentum versteht und wie sie Kant in seinem Kategorischen Imperativ formuliert hat.

Ein konsequenter Utilitarist würde einen gesunden Menschen opfern, um mit seinen Organen mehrere Menschen glücklich zu machen. Gleichermaßen lässt sich damit die Todesstrafe rechtfertigen. Es kommt ihm also nicht darauf an, wie das Ziel erreicht wird, solange am Ende mehr Leute glücklich sind als vorher. Die Goldene Regel der Ethik gilt ihm nichts.

Siehe auch: http://laengstenacht.blogspot.com/2014/04/humesches-gesetz-die-sein-sollen.html

Samstag, 12. Juli 2014

Die Lettow-Vorbeck-Allee

Verehrter Leser, sagt Ihnen der Name Paul Emil von Lettow-Vorbeck etwas? Er ist ein Held der Kolonialzeit und war Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika. Deshalb wurden nach ihm Kasernen und Straßen benannt. Heute, rund hundert Jahre später, fällt gewissen Politikern auf, dass es in Kriegszeiten auch Opfer gab und der Herr von Lettow-Vorbeck nicht mehr dem politisch korrekten Zeitgeist entspricht. Also beschloss der überwiegend rot-grüne Rat in Hannover, die Lettow-Vorbeck-Allee gegen den Widerstand der Bewohner umzubenennen. Der neue Name lautet: Namibia-Allee.
Ähnliches ist bereits im Frühjahr 2010 geschehen, als man in Saarlautern die Von-Lettow-Vorbeck-Straße in Walter-Bloch-Straße und Hubert-Schreiner-Straße umbenannte.




http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Lettow-Vorbeck-Allee-hat-einen-neuen-Namen
http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/dillingen/Lettow-Vorbeck-Strasse-Umbenennung;art2809,3279852

Samstag, 5. Juli 2014

Browsersicherheit

Ein Rechner mit Internetzugang ist prinzipiell ein Sicherheitsrisiko. Um die Gefahren, denen man beim Surfen ausgesetzt ist, zu reduzieren, empfiehlt es sich, einen abgesicherten Browser zu verwenden. Hier einige Empfehlungen:

Browser
  • SRWare Iron: "Der Browser der Zukunft - basierend auf dem freien Quelltext "Chromium" - ohne Bedenken beim Datenschutz und der Sicherheit"
  • Comodo Dragon"Ein Internet-Browser auf Google-Chrome-Basis, der mit allerlei Sicherheits-Mechanismen ausgestattet ist."
  • Tor Browser: "The Tor software protects you by bouncing your communications around a distributed network of relays run by volunteers all around the world: it prevents somebody watching your Internet connection from learning what sites you visit, it prevents the sites you visit from learning your physical location, and it lets you access sites which are blocked."
  • BitBox (Browser in the Box): "Bestmöglich vor den Gefahren im Internet schützen, die gewohnte Funktionalität nur wenig einschränken und dabei keine hohen Kosten verursachen – das waren die Anforderungen an die Entwicklung von BitBox. Das Gesamtprojekt umfasst ein Konzept und einen Prototyp – eine sichere Umgebung für das Internetsurfen."
  • Aviator: "Aviator ist der sicherste Browser der Welt. Das behauptet zumindest Hersteller WhiteHat Security."
Erweiterungen
Im besten Fall verwendet man auch einen residenten Virenscanner, der den Browser ständig überwacht. Kostenlos gibts das zum Beispiel bei Avast, das auch eine Erweiterung installiert, die die Reputation von Websites anzeigt. Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) wie etwa Perfect Privacy kann die Sicherheit ebenfalls erhöhen. Wer dabei allerdings ausreichende Geschwindigkeit und Anonymität möchte, muss meistens etwas bezahlen.
Hier gibt es noch einige Hintergrundinformationen zum Thema: BSI, Verbraucher sicher online

Samstag, 28. Juni 2014

Der Goldene Schnitt

"Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.
Denn du bist immer imstande, deine große Macht zu entfalten."
(Weish 11,20-21 EU)
Hat Schönheit Regeln?


Mathematik und Kirchenbau - Goldener Schnitt und Heiliger Geist - Über die "Heilige Geometrie" in sakralen Räumen

Samstag, 21. Juni 2014

Sommersonnenwende

Heute ist Sommersonnenwende, der längste Tag im Jahr. Am 24. Juni, das ist 3 Monate nach Mariae Verkündigung und 6 Monate vor Weihnachten, ist Johannistag. In der Nacht zum Johannistag wird traditionell ein Johannisfeuer entzündet. Auch zur Sonnenwende selbst sind Feuer üblich. Der Johannistag ist eng mit der Sonnenwende verbunden, da die Sonnenwende nach antikem Datum zwischen dem 22. und 24. Juni stattfand (eben zum Johannistag).
Jetzt steht man als traditionsbewusster Mensch vor einem Dilemma: Zündet man das Feuer zur tatsächlichen Sonnenwende an, oder zur Johannisnacht, an beiden Tagen oder lässt man es, um die Götter auf jeden Fall zufriedenzustellen, 4 Tage lang durchbrennen?

Honig

Honig ist ein Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt. Er kann als Alternative zum Industriezucker als Süßungsmittel verwendet werden. Als gesund gilt er deshalb, weil er bestimmte Inhaltsstoffe hat, die reinem Zucker fehlen. Dazu zählen unter anderem:

  • Aminosäuren
  • Eiweiße
  • Enzyme
  • Spuren von Mineralstoffen
  • Vitamine
  • Zink
  • Eisen
  • Kupfer
Nicht vergessen sollte man jedoch, dass Honig auch etwa zu 70-80 % aus Zucker besteht. Er beinhaltet hauptsächlich Fructose und Glucose, in geringeren Mengen Saccharose und Dextrine. Der Rest besteht aus ca. 20 % Wasser. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich teilweise stark, je nach Herkunft des Honigs. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung haben die verschiedenen Honigsorten auch einen unterschiedlichen glykämischen Index, der den von Industriezucker sogar übersteigen kann. Waldhonig hat beispielsweise wegen seines hohen Gehalts an Melezitose (besteht aus Saccharose und Glucose) einen besonders hohen GI. Lindenblütenhonig dagegen einen besonders niedrigen.
Interessant ist allerdings, dass nach dem hohen Anstieg von Blutzucker und Insulin durch Waldhonig kein so massives Abfallen der Blutzucker- und Insulinkonzentration im Blut folgt, wie es beim weniger glykämischen Lindenblütenhonig geschieht. Das bedeutet, dass Honig eine geringere Insulinausschüttung verursachen kann, auch wenn er auf dem glykämischen Index über Zucker steht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Honig eine Mischung aus Zuckern und etwas gesundem Beiwerk ist, die unter Umständen sogar eine Entstehung von Diabetes Typ 2 nicht ganz in dem Maße fördert, wie normaler Haushaltszucker (Saccharose). Nichtsdestotrotz zeitigt ein hoher Konsum von Honig ähnlich fatale Folgen für Blutzucker, Insulin und Organe, die auch bei reinem Zucker drohen.



Quellen:
1. Brockhaus 2010
2. Peak: Mythos vom natürlichen Süßungswunder

Samstag, 14. Juni 2014

Der Kampf gegen den Tabak

Tabakkonsum ist seit ein paar Jahren in unserer Medienlandschaft überwiegend verpönt. Mittlerweile weiß auch so gut wie jeder, dass Rauchen dem Menschen schweren Schaden zufügen kann. Aufklärung in dieser Hinsicht ist natürlich wichtig. Seit einiger Zeit wird die Werbung für Tabakprodukte stark eingeschränkt und ist nur noch selten erlaubt. Kürzlich wurde sogar Marlboros Werbekampagne "Don't be a maybe" gerichtlich verboten. Gerade dadurch landete diese Kampagne allerdings in allen möglichen Medien und dürfte für Marlboro sogar ein Gewinn sein. Die Begründung liest sich allerdings sehr seltsam:

"Das Landratsamt München hat dem Zigarettenkonzern Phillip Morris seine aktuelle bundesweite Marlboro-Werbung verboten. Sie sei besonders geeignet, Jugendliche oder Heranwachsende zum Rauchen zu veranlassen, erklärte die Behörde. Die schon seit 2011 laufende "Maybe"-Kampagne von Marlboro mit "jugendlich bzw. heranwachsend aussehenden Personen in alterstypischen Situationen" und der Aussagen "Don't be a maybe - be Marlboro!" spreche Jugendliche und Heranwachsende als Zielgruppe an. Sie suggeriere, die Zigarette mache aus einem Zauderer (Maybe) in einen Macher (Be)."

Da fragt man sich doch, ob das Gericht auch jeden beliebigen anderen guten Werbespruch verurteilt hätte. Die Begründung, dass die Werbung besonders Jugendliche anspricht, könnte man überall verwenden. Es klingt so, als dürfen Zigarettenmarken jetzt überhaupt keine effiziente Werbung mehr machen. Dann wäre ein generelles Rauchverbot doch ehrlicher, denn dieser Gedanke steckt ja vermutlich dahinter.
Selbst Schokozigaretten sollten mal - allerdings durch einen Zufall - verboten werden. Außerdem wurde geplant, Mentholzigaretten zu verbieten, weil diese das Rauchen besonders angenehm machen. Die abschreckenden Sprüche auf den Zigarettenpackungen werden wohl demnächst auch noch durch ekelerregende Bilder ergänzt. Alles in allem gibt sich der Staat offenbar Mühe, das Rauchen zu vernichten, ohne es wie bei der Prohibition offiziell zu verbieten.

Die Idee dahinter, für die Gesundheit der Bürger zu sorgen, mag ja eine positive sein. Aber es stellt sich trotzdem die Frage, ob es Aufgabe des Staates ist, die Leute vor sich selbst zu schützen, indem er sie bevormundet. Das könnte nämlich der erste Schritt zu einer Gesellschaft sein, in der man kriminell ist, wenn man zu wenig Sport treibt.